Ausschlussfristen im Arbeitsvertrag häufig unwirksam

In vielen Arbeitsverträgen finden sich sogenannte Ausschlussfristen bzw. Verfallklauseln. Danach müssen Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis meist innerhalb von drei Monaten geltend gemacht werden. Wenn der Arbeitgeber darauf nicht reagiert oder die Ansprüche ablehnt, muss man sie oft innerhalb weiterer 3 Monate einklagen. Dies weicht erheblich von den regulären Verjährungsfristen ab. Nach ihnen können Ansprüche deutlich länger geltend gemacht werden, je nach Einzelfall 3 Jahre, 10 Jahre oder sogar bis zu [weiterlesen]

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EuGH-Urteil: Urlaub ins kommende Jahr übertragen

Die Frage „Bis wann kann ich meinen Urlaub nehmen und wann verfällt er?“, löst oft Unsicherheit aus. Laut Bundesurlaubsgesetz (Stand 1/2019) kann der Jahresurlaub nur bis zum 31.12. genommen werden, es sei denn, Arbeitnehmer können nachweisen, dass dies nicht möglich war. Nur dann kann man den Urlaub in das nächste Jahr übertragen. Er muss aber bis spätestens zum 31. März des Folgejahres genommen werden.  Diesen Nachweis zu erbringen, ist für Arbeitnehmer [weiterlesen]

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Urlaub abgelehnt – ich fahre trotzdem!

Ihr Urlaub ist lange geplant und im Urlaubskalender eingetragen. Einen Urlaubsantrag stellen? Reine Formsache. Vorsicht bei dieser Annahme! Immer wieder kommt es genau in dieser oder ähnlichen Situationen zu erheblichen Problemen. Denn sagt der Chef plötzlich: „Hiergeblieben“, ist Eile geboten und juristischer Rat dringend erforderlich. Grundsätzlich gilt: Der Arbeitgeber legt den Urlaub des Arbeitnehmers fest. Er muss hierbei die Urlaubswünsche des Arbeitnehmers berücksichtigen. Dies gilt aber nur, wenn nicht dringende betriebliche [weiterlesen]

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Überstunden nicht bezahlt: Wie lange warten?

Überstunden können lästig sein, aber auch eine gute Geldquelle. Umso wichtiger ist es, sie genau zu dokumentieren, damit man auch alle bezahlt bekommt oder durch Freizeit ausgleichen kann. Was aber ist, wenn der Chef die Überstunden einfach nicht anerkennt? Abwarten, um nicht negativ aufzufallen, ist keine gute Idee! Wenn Sie warten, bekommen Sie Ihr Geld vielleicht gar nicht: In vielen Arbeits- oder Tarifverträgen sind sogenannte Ausschlussfristen/Verfallklauseln enthalten. Sofern diese wirksam [weiterlesen]

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Risiko: Krankmeldung oder Kündigung per Einschreiben

Bei der Kündigung des Arbeitsverhältnisses, einer Krankmeldung oder beim Versenden anderer wichtiger Dokumente heißt es immer wieder: Wenn es wichtig ist, schick es per Einschreiben. Die Deutsche Post AG wirbt auf ihrer Internetseite sogar damit, dass das Einschreiben ein “rechtsverbindlicher Zustellnachweis für Ihre wichtigen Briefsendungen” ist und empfiehlt es z.B. für Kündigungen oder Fristsachen. Ist ein Einschreiben sicher? Ein Einschreiben gilt als zuverlässigste Art der Postsendung. Leider hilft dies vor [weiterlesen]

Eine Abmahnung: Was muss man beachten?

Mit einer Abmahnung sagen Arbeitgeber ihren Angestellten deutlich: “Sie haben Ihre Pflicht verletzt!” Sie ist eine Warnung, die Konsequenzen haben kann, wenn sich Fehler wiederholen oder andere Schwierigkeiten hinzukommen. Eine Abmahnung kann zum Beispiel ausgesprochen werden, wenn Sie Ihre Krankmeldung nicht rechtzeitig einreichen, zu spät zur Arbeit kommen oder am Arbeitsplatz im Internet surfen. Muss ich mich gegen eine Abmahnung wehren? Es kommt darauf an … Erteilen Arbeitgeber eine Abmahnung, muss man sich dagegen nicht zwangsläufig wehren. [weiterlesen]

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Anspruch auf Abfindung bei Kündigung?

Wenn der Arbeitsplatz gekündigt wird, ist das häufig ein Schock. Das Selbstwertgefühl wird angekratzt und natürlich macht man sich Sorgen um die Zukunft. Meist kommt dann jemand und rät, eine Abfindung zu verlangen oder sogar einzuklagen. Doch hat man immer Rechtsanspruch auf Abfindung? Leider nein! Zwar werden nach Kündigungen oft Abfindungen gezahlt, damit der Arbeitnehmer seine Kündigungsschutzklage nicht weiterverfolgt. Ein Anspruch hierauf besteht jedoch mit wenigen Ausnahmen in der Regel [weiterlesen]

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Kündigung trotz Urlaub oder Krankheit möglich

Viele Angestellte sind überzeugt: “Im Urlaub oder bei Krankheit kann mir mein Arbeitgeber nicht kündigen!” Leider ist das ein fataler Irrtum. Arbeitgeber können Arbeitnehmern auch dann kündigen, wenn sie arbeitsunfähig erkrankt oder im Urlaub sind. Vor allem die Urlaubszeit birgt eine große Gefahr: Grundsätzlich können Sie sich nur innerhalb von drei Wochen nach Zugang der Kündigung gegen diese durch eine Kündigungsschutzklage zur Wehr setzen. Sind Sie also längere Zeit im [weiterlesen]

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