Warten auf das Testamentsvollstreckerzeugnis

Die Erteilung eines Testamentsvollstreckerzeugnisses durch das Nachlassgericht dauert in der Regel mehrere Wochen. Das ist ärgerlich. Überall dort, wo Direktoren der Amtsgerichte oder die zuständigen Nachlassrichter um die hohe Bedeutung des Testamentsvollstreckerzeugnisses wissen, werden diese Verfahren deshalb zügiger durchgeführt. Testamentsvollstreckerzeugnis beschleunigen Der Testamentsvollstrecker (TV) wird sich fragen, ob er auf die Dauer derartiger Verfahren Einfluss nehmen kann – und tatsächlich gibt es eine Möglichkeit: Da vor Erteilung eines TV-Zeugnisses durch [weiterlesen]

Testamentsvollstreckung: erste Maßnahmen

Nicht selten weiß ein Testamentsvollstrecker (TV) vor Eintritt des Erbfalls nicht, dass ihn der Erblasser mit dieser Rolle bedacht hat. Noch nicht einmal unmittelbar nach dem Tod des Erblassers erfährt er hiervon, vielmehr erst Tage oder gar Wochen später durch Übersendung einer Abschrift des Testaments durch das Nach-lassgericht. Gerade weil schon viel Zeit ins Land gegangen ist und der Nachlass unter Umständen „herrenlos“ war, muss jetzt zügig, aber auch mit [weiterlesen]

Rechnungslegung/Abrechnung des Nachlasses

Der Testamentsvollstrecker (TV) ist den Erben gegenüber zur Rechenschaft verpflichtet. Gemäß § 259 BGB bedeutet Rechenschaftslegung die Mitteilung einer geordneten und übersichtlichen Zusammenstellung der Einnahmen und Ausgaben unter Vorlage der üblichen Belege. Wie der TV dies praktisch umsetzt, ist ihm über-lassen. Jeder TV ist indes gut beraten, wenn er eine Art „professioneller“ Buchführung praktiziert, also eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung (in Form einer Excel-Tabelle) und bei jedem Buchungsvorgang auf den entsprechenden Beleg und [weiterlesen]

Testamentsvollstreckung: Erben einbeziehen?

Die Mitwirkung der Erben ist zwar nicht erforderlich, sollte aber stets erwogen werden. Immer dann, wenn Anlageentscheidungen (Wiederanlage von Vermögenswerten) zu treffen sind, sollte der Testamentsvollstrecker (TV) auch darüber nachdenken, ob er nicht in der Lage ist, den Vermögenswert aus der Testamentsvollstreckung freizugeben: Gemäß § 2217 BGB ist der TV sogar verpflichtet, Nachlassgegenstände, die er zur Erfüllung seiner Obliegenheiten offenbar nicht bedarf, den Erben zur freien Verfügung zu überlassen. Zwar [weiterlesen]

Die Pflicht zur Verwaltung des Nachlasses

Gemäß §§ 2205 und 2216 Abs. 1 BGB ist der Testamentsvollstrecker (TV) zur ordnungsmäßigen Verwaltung des Nachlasses verpflichtet. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass der TV Treuhänder über fremdes Vermögen ist, leuchtet es ein, dass die Rechtsprechung an die Ordnungsmäßigkeit der Verwaltung strenge Anforderungen stellt. Der TV muss transparent und zügig arbeiten, Vorteile für den Nachlass zu gewinnen versuchen, andererseits darf er keine Risiken oder gar spekulativen Geschäfte eingehen. Ohnehin sind [weiterlesen]

Die Fortschreibung eines Nachlassverzeichnisses

Das Nachlassverzeichnis wird regelmäßig erst Tage, ja Wochen nach dem Todesfall aufgenommen werden (können). Hier stellt sich die Frage, wie Unsicherheiten über die Vermögensentwicklung zwischen dem Tag des Versterbens des Erblassers und dem Tag der Aufnahme des Nachlassverzeichnisses abgebildet werden können, zum anderen aber auch die der Vertiefung der Kenntnisse des Testamentsvollstreckers (TV) über Umfang und Zusammensetzung des Nachlasses. Transparenz für die Erben Schauen wir vom Tag der Aufnahme des [weiterlesen]

Das Nachlassverzeichnis

Eine der ersten und wichtigsten Pflichten eines Testamentsvollstreckers (TV) ist die Erstellung des sogenannten Nachlassverzeichnisses. Das Nachlassverzeichnis hat alle Aktiva und Passiva zu enthalten. Es ist unverzüglich nach der Annahme des Amtes als TV zu erstellen, also „ohne schuldhaftes Zögern“ und damit so schnell es geht. Das Amt beginnt an dem Tage, an welchem die Erklärung, das Amt anzunehmen, beim Nachlassgericht eingegangen ist. In aller Regel wird der TV in [weiterlesen]